Gesellschaft und Psychiatrie in Österreich 1945 – 1970

Nach dem Krieg kam es nach der Nationalratswahl 1948 zu einem wiederholten beruflichen Einsatz ehemaliger Nationalsozialisten im psychiatrischen Bereich. Zur gleichen Zeit waren politisch und gesellschaftlich anders orientierte Psychiater und Pflegepersonen neu oder auch vereinzelt weiterhin tätig. Damit entstand ein Spannungsfeld von Umbruchsgedanken und erschreckender Kontinuität.

Die Jahrestagung des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin fand vom 19. bis 21.Juni 2014 am Campus in Krems statt und wurde heuer gemeinsam mit der Sektion Ethik und Geschichte der Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie gestaltet.

Thema: Gesellschaft und Psychiatrie in Österreich 1945 – 1970.

Die Tagung widmete sich auch heiklen Themen wie der psychiatrischen Kinderbeobachtungsstation Innsbruck unter der Leitung von Maria Nowak-Vogl, in der “deviante” Kinder über Jahrzehnte “behandelt” wurden oder dem Konflikt der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung, die sich einerseits auf Sigmund Freud bezog und andererseits namhafte NSDAP Mitglieder zu ihren Mitgliedern zählte.

Zum Tagungsprogramm Jahrestagung 2014.

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