Netzbetten werden laut Gesundheitsministerium verboten

Nach langjährigen Forderungen der Volksanwaltschaft und des Vertretungsnetzes (Sachwalterschaft, Patientenanwaltschaft und Bewohnervertretung) wird der Gebrauch von Netzbetten in Einrichtungen nach dem UbG und HeimAufG – also Akutpsychiatrien und Pflegeheimen ab 1.7.2015 verboten. Gerade rechtzeitig vor der Prüfung durch das Europäische Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher und erniedrigender Behandlung oder Strafe hat sich das Bundesministerium für Gesundheit zu diesem Schritt entschlossen.

Aber es sollen auch andere freiheitsbeschränkende Maßnahmen wie die Vierpunktfixierung (das Anbinden an Hand- und Fußgelenken) und die sedierende Zwangsmedikation weiter reduziert werden dürfen. Beides wird bei Erregungszuständen noch immer durchgeführt.

Dagegen soll das Personal in deeskalierenden Maßnahmen geschult werden und auch die Gestaltung der Räumlichkeiten in den Vordergrund rücken. Denn die Erfahrung zeigt, dass sich durch die Erweiterung der Räume, die Möglichkeit des Rückzugs und professioneller helfender Umgang von Seiten des Personals aggressive Tendenzen bei psychisch kranken Menschen oder Heimbewohnern minimieren lassen.

Weitere Informationen finden sich im Bericht des Vertretungsnetzes.

 

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