Die neuen Verhaltenssüchte und ihre Folgen

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN) hat ein Paper zum Thema “Verhaltenssüchte und ihre Folgen” herausgebracht. Dabei wird besonders auf eine Reihe von problematischen Verhaltensweisen eingegangen, die stark im Zunehmen begriffen sind wie z.B. zwanghaft gesteigerte sexuelle Aktivitäten, die Internetabhängigkeit, das pathologische Glücksspiel und das exzessive Kaufen.

Addiction stammt vom lateinischen Wort “addictus”, was sklavisch ergeben bedeutet. Die Unfreiheit des Willens spiegelt sich darin als zentrales Merkmal der Sucht wieder. Obsessives  und zwanghaftes Verhalten kollidiert dabei mit den Anforderungen des sozialen und beruflichen Lebens, führt zum Abbruch persönlicher Beziehungen, zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und gewinnt immer mehr Raum im gesamten Tagesablauf. Sämtliche Gedanken und Handlungen sind von der Verhaltenssucht bestimmt.

Die Betroffenen schaffen es nicht mehr aus diesem Kreislauf alleine herauszufinden. Die gesamte Lebensführung wird von dieser Abhängigkeit beherrscht. Frühere Werte und Verpflichtungen werden vernachlässigt. Langfristig kommt es zu strukturellen und funktionellen Veränderungen im Frontalhirn (s. Konzept der Verhaltenssüchte und Grenzen des Suchtbegriffs, M. Fauth-Bühler. Nervenarzt 2013).

Diesbezüglich sind von der Politik flächendeckende Aufklärungsmaßnahmen gefordert, da es bereits zu einem deutlichen Anstieg dieser Verhaltensauffälligkeiten innerhalb der Bevölkerung gekommen ist.

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