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“Die Narzissmusfalle” – Das neue Buch von R. Haller

Leichtfüßig und sprachlich enorm versiert beschreibt Haller wie kein anderer das Phänomen des Narzissmus. Das Schwanken vom Gefühl der Grandiosität bis hin zum porösem Selbstwert, von der Fantasie grenzenloser Macht bis zur kaltherzigen Entwertung des Anderen, von unersättlicher Anspruchshaltung und triebhafter Gier bis zur masochistischer Demut.

Die antisozialen Züge zeigen sich im rücksichtslos ausbeuterischem Verhalten. Dabei ist der Narzisst ein Meister im Blenden, Lügen und Betrügen. An mitmenschlichen Umgang interessiert und verständnisvoll, weil er auch hier der Anerkannteste und Beste sein möchte, setzt er dort seinen Charme ein, wo er sich etwas davon verspricht. Ausbeutung vorprogrammiert.

Obwohl der Narzisst gerne redet – besonders über sich selbst, ist er auch ein Meister des manipulativen Schweigens, denn er weiß welch enorme Kraft davon ausgeht. Er schweigt, um seine Gekränktheit zu demonstrieren oder um seine Arroganz gegenüber anderen Menschen auszudrücken, die ihm kein Wort wert sind.

Die Zunahme dieser malignen Persönlichkeitsstörung in unserer Gesellschaft ist nicht mehr aufzuhalten. Je höher die berufliche Machtposition, desto häufiger trifft man auf jene betroffene Menschen. Dabei können sich die Macht- und Kontrollbedürfnisse beim Einzelnen immer mehr verschlimmern und in Alkohol- und Drogensucht führen. Der Freitod ist ein mitleidiger Ausweg aus dem Dilemma.

Und zuletzt noch die große Überraschung: Die, die vorgeben die narzisstische Störung heilen zu können – also die TherapeutInnen – sind leider am schwersten betroffen …

Der vollständige Vortrag von Univ. Prof. Dr. Haller auf YouTube: http://youtu.be/mZn7d3aquOY

 

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